www.raubwirtschaft.info

| Home | Kontakt | Datenschutzerklärung | Suche | Wir über uns |

 

| Adressenverlage | Anzeigenwerber | Verbraucherfallen | Firmen A - Z | Namen A - Z | Lexikon |
ADRESSBUCHVERLAGE
| Das "Henghuber-Formular" | Das Branchenbuch-Formular | Das ABC-Formular | Das rechnungsähnliche Formular | Die Lüdenbach-Masche |
| Urteilssammlung | Feststellungsklage - Wann, Warum, Wie | Geld-Zurück-Forderungen | Das zweite Vertragsjahr |
| START | FIRMENINDEX | NEWS | NEWS EU-PARLAMENT | TRICKS UND METHODEN | WAS JEDERMANN TUN KANN |
Deggendorfer Familie ergaunert 1,3 Millionen
DIE RECHTSLAGE

Deutschland

Österreich

Schweiz

Niederlande

Tschechien

Italien


WAS TUN?

Anfechtung eines Vertrages

Rechtsanwalt benötigt?

Feststellungsklage

Strafrechtlich


KOMMENTARE

Treu und Glauben

Am Rande der Legalität

Wenn eine Firma im Ausland sitzt

BGH Urteil wird zur juristischen Irreführung genutzt


ARGUMENTE VOR GERICHT

Wie Anbieter argumentieren

Gegenargumente


KONTAKTADRESSEN

Adressen die Sie bei Wirtschaftsbetrug einschalten können

DSW-Info

VDAV-Info

Schutzverband

Info der Wirtschaftskammer Kärnten

Lauterkeitskommission

www.fraudemeldpunt.nl

www.unizo.be


RECHERCHE

VAT-Nummer prüfen

Rechtsdienstleistungsregister

Bankensuche

Handelsregister


Quelle: Passauer Neue Presse http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-15322008&Ressort=bay&BNR=0

vom 17.03.2007

Deggendorfer Familie ergaunert 1,3 Millionen



Fingierte Rechnungen an Firmen und Privatpersonen verschickt - Opfer fielen zu Tausenden auf den Trick herein


von Isabel Metzger
Deggendorf/Bochum. Mit fingierten Rechnungen hat eine fünfköpfige Familie aus dem Landkreis Deggendorf 1,3 Millionen Euro ergaunert. Die Bande verschickte Zahlungsaufforderungen an Tausende Firmen und Privatpersonen im gesamten Bundesgebiet. Zwei Jahre lang konnten die drei Männer und zwei Frauen ihr Unwesen treiben, ehe sie nun von einer Sondereinheit des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes geschnappt wurden.
Bei dem Haupttäter handelt es sich um einen 37-Jährigen, der bereits einschlägig vorbestraft ist und die Taten während seiner Bewährungszeit begangen hat. Seine Komplizen waren seine ein Jahr ältere Ehefrau, seine Mutter (55) und seine Brüder im Alter von 23 und 36 Jahren.

Namen stammten aus dem Bundesanzeiger

Die Niederbayern hatten es leicht, an die Namen und Adressen ihrer Opfer zu kommen. Die besorgten sie sich aus dem Bundesanzeiger, dem amtlichen Mitteilungsblatt des Bundes. Dabei hatte es die Familie nur auf Unternehmen und Personen abgesehen, die erst kurz zuvor kostenpflichtige Bekanntmachungen in Handelsregistern, im Patentblatt und im Markenblatt veröffentlicht hatten. An ihre Opfer sandte die Bande ein Schreiben, in dem sie die Aufnahme in eine von ihnen eingerichtete nutzlose Datenbank im Internet anbot. Dem Brief, der im Namen verschiedener ausländischer „Verlagsgesellschaften“ verfasst war, fügten die Täter einen EU-Überweisungsträger bei.
Die Opfer fielen zu Tausenden auf den Trick herein. Denn durch die Gestaltung und die Wortwahl des Schreibens glaubten die Empfänger, dass es sich um Rechnungen für die öffentliche Registrierung im Bundesanzeiger handelt - und sie überwiesen reihenweise die Rechnungssummen zwischen 200 und 700 Euro.
Der Schwindel flog deshalb so lange nicht auf, da die Betragshöhe geschickt gewählt gewesen sei, sagte Frank Scheulen, Sprecher des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes, gestern gegenüber der PNP. „Solche Summen sind

Opfer in Bochum hatte Betrug erkannt

beispielsweise für mittelständische Firmen gering, so dass keine Kontrollmechanismen anspringen.“ Die Gelder gingen auf Konten in Litauen, Österreich und der Tschechischen Republik.
Ein Opfer in Bochum schöpfte allerdings Verdacht und erstattete Strafanzeige. Seit Juni 2005 war nun die Ermittlungskommission „Biss“ (Betrug durch Insertionsschreiben) des Landeskriminalamtes in Nordrhein-Westfalen und der Staatsanwaltschaft in Bochum den Tätern auf der Spur. Erst im Rahmen eines bundesweiten Sammelverfahrens und durch umfangreiche Ermittlungen im In- und Ausland konnten die Täter im Raum Deggendorf ausfindig gemacht werden.
Gegen den 37-Jährigen und seine vier Komplizen wurde beim Landgericht Bochum Anklage wegen mehrfachen gemeinschaftlichen gewerbsmässigen Betrugs, Beihilfe zum Betrug und Steuerhinterziehung erhoben. Die Betrüger-Familie ist bis zum Prozessauftakt auf freiem Fuss. Ein Termin steht noch nicht fest.

Quelle: http://www.donaukurier.de/nachrichten/bayern/art591,1630864.html
Bande ergaunert mit falschen Registerrechnungen 1,3 Millionen Euro

Deggendorf (dpa/lby) - Mit manipulierten Rechnungen für Patentanmeldungen oder Handelsregistereintragungen hat eine niederbayerische Familie Unternehmen und Privatpersonen aus ganz Deutschland um 1,3 Millionen Euro betrogen.

Die drei Männer und zwei Frauen aus dem Landkreis Deggendorf hatten sich Opfer ausgesucht, die entsprechende Veröffentlichungen im Bundesanzeiger hatten. Die Bande konnte auf Grund der Ermittlungen des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes (LKA) in Düsseldorf überführt werden. Gegen den 37 Jahre alten Haupttäter und seine Komplizen sei beim Landgericht Bochum Anklage erhoben worden, teilte das LKA am Freitag mit.

16.03.2007

Mehr Infos
Der Fall - Der Nepp mit dem Branchenbucheintrag
Stiftung Warentest | Oktober 2009
Polizei ermittelt gegen Adressbuch-Mafia.
TA | 07.08.2009
DSW warnt vor Adressbuchschwindlern
2009
Vorsicht vor falschen Gelben Seiten! 2008
Opfer des KleingedrucktenSüddeutsche | 04.12.2002
Bauernfängerei aus Ingolstadt
Tagesspiegel | 1995
Schon wieder Ärger mit fingierten Rechnungen
Stuttgarter Zeitung | 09.11.1994