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Irreführende Aussendungen für ein Internet Register Österreich
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Aktuelle Nachrichten-Sammlung zum den Formularaussendungen des DAD in Österreich
September 2006
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Viele Bibliotheken haben in den letzten Tagen ein Formular für die Webseitenregistrierung beim "Internet Register Österreich" von der Firma DAD Deutscher Adressdienst GmbH erhalten.
Die Wirtschaftskammer Burgenland und der Österreichische Gemeindebund warnen ausdrücklich vor der Rücksendung dieses Formulars, da Sie sich dadurch zu einer Zahlung von 985 Euro für eine einjährige Eintragung im Internet Register verpflichten, die sich automatisch verlängert.
Weitere Informationen finden Sie im aktuellen Newsletter des Österreichischen Gemeindebundes <http://letter.eyepin.com/include/newsletter2.php?ID=148O7718O3605>
sowie unter http://burgenland.orf.at/stories/135278/
Büchereiverband Österreichs
http://www.promomasters.at/zusendung.html
08.09.2006
Sehr geehrte PromoMasters - Michael Kohlfürst Kunden
Ich habe heute Morgen ca. 60 Briefe von DAD Deutscher Adressdienst erhalten. Diese waren so schlecht adressiert, dass unser Postzusteller nicht sicher war ob die Briefe für uns sind.
Wir verfügen über eine Vielzahl an AT Domains und an einen Teil dieser wurde adressiert. Der Brief für www.onlinespeisekarte.at war gerichtet an ONLINESPEISEKARTE usw. - hier ein paar Beispiele (PDF)
Wir haben bereits mit der Wirtschaftskammer und NIC.at, der Österreichischen Registrierungsstelle für AT Domains gesprochen. Beide werden im Verlauf des Vormittags einen Hinweis zu dem getätigten Angebot ausgeben.
08.09.06 - 12:00: Domain-Abzocke: Fragwürdiger Adressdienst verlangt 958 - Information der NIC.at - Österreichische Domain Registrierungsstelle.
08.09.06 - 13:58: Internet-Abzocke: Deutsche Firma verlangt 1.000 Euro für Datenbankeintrag - Beitrag auf pressetext.at
Wir möchten Sie ersuchen das 2.874 exkl. Angebot (3 Jahre Mindest Vertrags dauer) auf das Genaueste zu prüfen. Wir haben Abstand davon genommen, weil aus meiner Sicht die Investition nicht sinnvoll wäre.
Das Firmenregister www.internet-register-oesterreich.com ist am 8.9.2006 um 12:00 mit 0 Seiten in Google, der wichtigsten Suchmaschine vertreten.
Auch das Page Rank (Bewertung auf einer Skala zwischen 0 und 10) liegt bei 0. Alexa.com führt für die angegebene Domain auch keine Ranking Angaben was darauf zurückschliessen lässt, dass es sich um ein Angebot handelt welches äusserst wenig Besuche bekommt.
Wir senden diesen Warnhinweis an Sie aus, da wir nicht wissen, ob Sie die Zuschrift aufgrund unserer Suchmaschinen Einträge erhalten haben. Anschliessend würde eventuell die WHOIS Datenbank der NIC.at dazu verwendet (missbraucht) um sich die Adressen zu den eingetragenen Domains zu besorgen.
Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass Sie ebenfalls diesen Brief erhalten haben. Eine Vielzahl unserer Kunden berichtet uns davon, ebenfalls mehrere Briefe erhalten zu haben. Beim Eintreffen unserer Nachricht waren diese Briefe jedoch zum grossen Teil bereits in der Rundablage "abgelegt".
Es sind mir auch Fälle von Firmen bekannt welche Ihre Seiten nicht in Suchmaschinen eingetragen haben. Diese Domaims werden dann mittels einem Crawler ermittelt, der das gesamte Österreichische Internet durchgeht.
Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne unter info@promomasters.at zur Verfügung.
Ihr Michael Kohlfürst
http://ecaustria.at/Text/?id=2579701
Internet-Abzocke: Deutsche Firma verlangt 1.000 Euro für Datenbankeintrag
Postalische Massensendung verstopft Briefkästen von Domainbesitzern
Durch eine gross angelegte, dubiose Marketingaktion wurden am Freitag, die Postkästen von österreichischen Domainbesitzern verstopft.
Eine Firma mit dem Namen "DAD Deutscher Adressdienst GmbH" verschickte Formulare, in denen die Aktualisierung von Domaindaten im Internet Register Österreich www_internet-register-oesterreich.com angeboten wird.
"Was zuerst als einfache Möglichkeit aussieht, seine Domaindaten zu aktualisieren, entpuppt sich im Kleingedruckten als Abzock-Versuch im grossen Stil", schimpft Michael Kohlfürst vom Internet Service Unternehmen Promomasters im Gespräch mit pressetext.
Kohlfürst selbst habe 60 Briefe der Firma erhalten. Mit einer Unterschrift geht der Unterzeichnende einen Drei-Jahresvertrag ein, wobei jährlich 958 Euro fällig werden.
nic.at warnt
Die österreichische Internetverwaltung nic.at warnt ebenfalls davor, das Angebot von DAD anzunehmen. "Der Absender ist kein Unbekannter", so Barbara Schlossbauer, Leiterin der Rechtsabteilung von nic.at, auf Anfrage von pressetext.

Es sei bereits das dritte Mal, dass das Unternehmen auf diesem Wege versuche, Geld zu verdienen. "Bemerkenswert ist, dass diesmal sogar nic.at derartige Schreiben erhalten hat. Das hat uns natürlich sofort hellhörig gemacht", so Schlossbauer.

Daten
Wie DAD an die Daten gekommen ist, kann sich Schlossbauer nicht genau erklären. "Das Unternehmen hat anscheinend im Laufe der Zeit Listen erstellt, in denen Domains und deren Besitzer erfasst sind, und dann anhand dieser Daten ihre Briefe verschickt. Die Datensammlung muss jedoch nicht unbedingt illegal sein.
Abseits vom Schwarzmarkt gibt es auch legale Methoden, Adressen zu bekommen. So braucht der Konsument in einem Formular nur ankreuzen, dass die Daten weiterverwertet werden dürfen. Im ungünstigsten Fall werden sie dann an dubiose Firmen verkauft", so Schlossbauer.
"Wir recherchieren die Adressen"
"Wir recherchieren die Adressen", so die knappe Antwort einer DAD-Sprecherin, die ihren Namen gegenüber pressetext nicht nennen wollte. Über die Recherchequellen wolle sich die Firma nicht äussern. Bei der Frage, wodurch der Preis von 1.000 Euro gerechtfertigt werde, wurde pressetext gebeten, eine schriftliche Anfrage an die DAD-Geschäftsführung zu stellen.
Um über Whois an Adressen von Domainbesitzern zu kommen, müssen konkrete Abfragen gestartet werden."
Dass die Daten von Whois-Datenbanken stammen, glaubt Schlossbauer nicht und beugt sofort einer drohenden weiteren Diskussion über die Öffentlichkeit dieser Daten vor: "Um über Whois an Adressen von Domainbesitzern zu kommen, müssen konkrete Abfragen gestartet werden.
Ein automatisiertes Abernten der Datenbank ist nicht möglich." Man könne sich leider kaum vor Marketingkampagnen dieser Art schützen, so Schlossbauer. "Uns bleibt nur die Möglichkeit aufzuklären und auf den gesunden Menschenverstand und die Geschäftsfähigkeit der Domainbesitzer zu hoffen, denn bei einem Preis von knapp 1.000 Euro müssten bei jedem die Alarmglocken läuten." (pte)
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