Juli 2009 zisch.ch: Hausdurchsuchungen bei Intercable, Novachannel, Ovag, Premium Recovery und Maiwolf Holding. 6 Personen in U-Haft Pressebericht
Juli 2009 Neue Zuger Zeitung Online: Intercable bekommt Besuch von der Polizei
Anm.: Obwohl
die meisten Schweizer Lüdenbach Firmen (Intercable, Novachannel usw.) ins
Visier der Kriminalpolizei geraten sind , Geschäftsräume durchsucht und
Personen festgenommen wurden, ist die Lüdenbach zuzuordnende Firma ECG -
welche "offfiziell" in Spanien sitzt - weiterhin von der Schweiz aus tätig.
Die ECG benutzt für ihre Mahnungen einen spanischen Absender - aber die
Post der angeblich in Valencia sitzenden "Rechtsabteilung" wird von der
Schweiz aus verschickt. Beleg
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Besonders übel an Novachannel ist der ausgekochte Missbrauch aller rechtlichen Möglichkeiten - Öffentliche Kritik wurde mit dem Einsatz teuerster Anwälte weitestgehend ausgeschaltet - siehe auch die Attacke gegen www.stopecg.org während Formularopfer weiterhin mit eigens dafür gegründeten, weltweit operierenden Inkassofirmen zur Zahlung genötigt wurden (Presse). Auch dabei wurde jedes rechtliche Mittel eingesetzt, was irgendwie tauglich schien.
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Das Schweizer Sekretariat für Wirtschaft hat Strafantrag gegen Novachannel gestellt
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Polizei beschlagnahmt die Akten auch der zu Novachannel gehörenden Inkassofirmen Mehr Info
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Fast gleichzeitig veröffentlicht der renommierte Schweizer Tagesanzeiger eine Artikelserie zum Thema Adressbuchschwindel - und entdeckt ein gut getarntes Netzwerk aus Abzockerfirmen, das von Meinolf Lüdenbach gesteuert wird, einem Deutschen Grossunternehmer in Sachen Adressuchbetrug, der in Spanien lebt.
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"NovaChannel AG"Lucerne, Switzerland Gf: Michael Röwe ist wohl einer der übelsten Kandidaten in der Gilde der Adressbuchschwindler. Spezialgebiet ist die Abzocke im Tourismusbereich - und das weltweit. Es gibt Campingführer, Tourismusführer, Hotelführer, Restaurantführer undsoweiterundsofort, die alle kostenlose Einträge zu versprechen scheinen - eine Bestätigung per Unterschrift erbitten und dann wie Blutegel an dem reingelegten Opfer kleben.
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Besonders übel an Novachannel ist, dass solche scheinbar kostenlose Angebote in erster Linie von denen unterschrieben werden, die jeden Cent brauchen, die jede Chance nutzen müssen - die kleinen Zimmervermieter, Kiosk Besitzer, Würstchen- und Souvenier Verkäufer.
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Besonders übel an Novachannel ist auch die kaltschnäuzige Methode, mit der bisher jede juristische Verfolgung verhindert wurde. So ist der Firmensitz zwar die Schweiz - die Betruegreien finden aber nur im Ausland statt - wurde dort ein Formular als wettbewerbswidrig verboten - was solls - in der Schweiz war das ja kein Verbrechen. Wenn es dann nach langen Jahren endlich auch einmal gelang ein Formular in der Schweiz zu verbieten - na ja, andere Überschrift her und weiter gehts.
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Am übelsten an Novachannel aber ist, dass es sich hier nur um einen einzigen Greifarm einer Krake handelt, die noch unzählige Greifarme in petto hat. Wenn man die Riesenhaftigkeit dieses einen Greifarms bedenkt, der seine Abzocke weltwet - in Indien und Australien ebenso wie in den Ostblockländern oder den USA - betreibt, wenn man bednekt, dass er seit Jahren unentdeckt von den Behörden blieb und scheinbar unmöglich zu stoppen ist - wenn man bedenkt, dass hier eine beängstigende Wirtschaftsmacht ihr Kapital systematisch in Geschäfte investiert, die am Rande der Legalität lavieren und daher fast konkurrenzlos und skrupellos traumhafte Renditen einfahren, dann kann einem ganz schön schlecht werden.
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Das Kapital vermehrt sich in unerhörter Geschwindigkeit und wird reinvestiert, immer mehr Betrügerfirmen entstehen, immer neue Maschen werden ausbaldowert, mit immer mehr und besseren Gewinnen, die Justiz scheinbar hilflos....
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Aber wenigstens die Schweiz hat jetzt aufgehört, nur zuzukucken. Das Staatssekretariat für Wirtschaft hat eine Untersuchung anberaumt - Akten wurden beschlagnahmt (mehr Info) und der renommierte Schweizer Tagesanzeiger leuchtet jetzt nach offensichtlich aufwendigen Recherchen, in das Dunkel eines Wirtschaftzweiges, dessen einziges Geschäft es ist, Unterschriften durch Irreführung zu erbeuten und die Opfer nach Strich und Faden auszuquetschen.
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Hintergrund: Warum die Schweiz zu einem Eldorado für Schwindler und Betrüger geworden ist
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Immer mehr betrügerische Unternehmen sind auf den Trick verfallen, ihren Firmensitz in die Schweiz zu verlegen, um von dort aus in Deutschland, England, Italien usw. mit betrügerischen Methoden "Kunden" abzuzocken. Wird etwa ein Formular in Deutschland verboten wegen Wettebwerbswidrigkeit, dann juckt das diese Herren garnicht - in der Schweiz ist das Formular ja nicht verboten... und der Weg, so ein Formular in der Schweiz verbieten zu lassen ist beschwerlich. (Siehe die Lauterkeitskommission) Das hat die Schweiz zu einem Eldorado für Trickbetrüger und Schwindler gemacht. Eine Strafverfolgung im Ausland findet von Deutschland aus nur bei Kapitalverbrechen (und im Falle von Strafmandaten) statt - die findigen Geschäftsleute können sich also vor den deutschen Strafverfolgungsbehörden sicher fühlen - der bürokratische Aufwand einer Verfolgung ist zu gross - dafür haben die deutschen Behörden kein Geld. .
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Keine Ermittlungsmöglichkeit:
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Wenn schon keine Strafverfolgung realistisch ist - dann gilt das erst Recht für Ermittlungen. Die Deutschen Behörden können nur in Deutschland ermitteln. Dies zeigt sich besonders deutlich bei Internet Kriminalität - die deutschen Behörden können z.B. bei einem Schweizer Provider keine Daten abfragen - sie müssen über die Schweizer Botschaft Anträge stellen - Daten werden aber nur 90 Tage aufbewahrt - keine Chance also, denn bis die Anfrage durch ist, ist alles gelöscht.
Da wird erst gar nicht versucht, zu ermitteln.:
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Gegen diese Ausnutzung der Schweizer Unabhängigkeit und Gesetzgebung hat das SECO nun das letzte Mittel eingesetzt: Weder in Deutschland noch in der Schweiz ist es ja bisher gelungen, diesen Herren strafrechtlich beizukommen. Während Frankreich da offensichtlich rechtlich besser gerüstet ist, (siehe der Seiler Prozess), scheint Deutschland dem Treiben der Adressbuch- und Anzeigenschwindler hilflos ausgeliefert.
Nicht so die Schweiz: die haben ein Gesetz, das nun gegen die Novachannel zum Tragen kommt:
Wenn das Ansehen der Schweiz im Ausland durch unlauteres Geschäftsgebaren von schweizerischen Unternehmen beeinträchtigt wird, kann eine Firma verklagt und verurteilt werden.
Mithilfe eines gleichartigen Gesetzes hatte sich schon Liechtenstein gegen den Adressbuchschwindler ECG gewehrt. Allerdings hat sich ECG daraufhin lediglich nach Spanien verzogen...
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