11.04.2009
Lokales Bad Kreuznach
Anzeige erschlichen? - Frau soll einen Arzt betrogen haben
BAD KREUZNACH. Anzeigenbetrug wirft die Staatsanwaltschaft einer 50 Jahre alten Frau aus dem Kreisgebiet vor. Die selbständige Handelsunternehmerin soll im Auftrag eines in Rheinhessen ansässigen Verlags bei einem Arzt angerufen und mit falschen Angaben eine Anzeige erschlichen haben.
Bei dem Angerufenen soll die Frau den Eindruck erweckt haben, dass sie eine Mitarbeiterin eines süddeutschen Landkreises sei, der einen neuen Gesundheitswegweiser herausgeben wolle. Das wurde von der 50-Jährigen bestritten. Sie habe vielmehr zu erkennen gegeben, dass sie für den Verlag anrufe und dass man eine Neuauflage einer Landkreisbroschüre erstelle, sagte die Angeklagte. Dafür habe sie um die Erlaubnis nachgefragt, eine Anzeige des Arztes in diese Neuauflage zu übernehmen. Kostenpunkt der Anzeige, die angeblich kein Layout des Verlages, sondern eine Kopie aus dem alten Gesundheitswegweiser sein soll: 199 Euro.
Der Arzt hatte der Abbuchung widersprochen und auch eine später an ihn gestellte Rechnung nicht bezahlt. Da sich nach einer Zeugenaussage und der schriftlichen Stellungnahme des Betroffenen für das Amtsgericht weiterer Ermittlungsbedarf ergab, wurde das Verfahren ausgesetzt. Für die weitere Verhandlung soll ein neuer Termin festgesetzt werden.
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