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Pressebericht -Kölner Polizei: Schlag gegen „Kölner Masche”
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Originaltext Kölner Stadtanzeiger

Kölner Polizei: Schlag gegen „Kölner Masche”

06.12.04

Köln - Für ihre Aktivitäten werten die Angestellten einer betrügerischen Werbeagentur Werbetafeln und -prospekte verschiedener Unternehmen aus. Anschliessend gaben sich die Betrüger bei den Unternehmen als Mitarbeiter der Firma aus, die mit der Werbung auf den Tafeln und in den Prospekten beauftragt waren.

Den Betroffenen wurde erklärt, dass sich der Vertrag versehentlich auf zwei bis drei Auflagen anstatt wie vereinbart auf nur eine Auflage erstrecke. Um diesen "Fehler" rückgängig zu machen, müsse der bestehende Vertrag von Seiten des Kunden schriftlich gekündigt werden. Anschliessend wurde ein Vordruck der Kündigung zugefaxt - tatsächlich aber war mit der Unterschrift ein neuer Auftrag an die Werbeagentur erteilt worden, der auch die Kontodaten enthielt.

Dann wurden von den Kundenkonten per Lastschriftverfahren je 300 bis 600 Euro abgebucht, häufig sogar mehrfach. Kunden, denen das betrügerische Vorgehen aufgefallen war und die deshalb nicht unterschreiben wollten, wurde mit rechtlichen Schritten gedroht. Die vertraglich vereinbarte Werbung erfolgte dann natürlich nicht.

Einer der nun Festgenommenen wollte bei einer Bank in der Innenstadt Geld von einem inzwischen gepfändeten Firmenkonto abheben. Die alarmierten Ermittler nahmen ihn noch vor dem Geldinstitut fest.

Im Anschluss durchsuchten die Beamten die Geschäftsräume der Firma in Köln-Mitte und trafen dort zwei weitere Männer, die sich nur "rein zufällig" dort aufhielten. In ihren Auto fand man umfangreiches Beweismittel.

Alle drei Beteiligte sind schon mehrfach wegen der "Kölner Masche" in Erscheinung getreten. Ihre "Firma" betrieben sie trotz einer Gewerbeuntersagung auf illegaler Basis weiter. Nach bisherigem Ermittlungsstand haben sie zuletzt unter Kölnern Geschäftsleuten einen Schaden von mehreren Millionen Euro angerichtet. (ddp)

Originaltext Kölner Stadtanzeiger

Millionenschaden durch „Kölner Masche”

 

ERSTELLT 22.07.04, 14:25h

Köln - Mit der Schliessung mehrerer Werbeagenturen und der Einleitung von Ermittlungsverfahren gegen über 60 Beschuldigte will die Polizei die sogenannte "Kölner Masche" stoppen. Dabei handelt es sich um eine besonders geschickte Betrugsmethode, mit der werbetreibende Firmen geschröpft wurden, wie die Polizei in der Domstadt am Donnerstag mitteilte. Den Ermittlern lagen mehrere hundert Strafanzeigen von geschädigten Firmen überwiegend aus dem süddeutschen Raum vor. Der entstandene Schaden liegt bei über acht Millionen Euro.

Die Angestellten der betrügerischen Werbeagentur werteten Werbetafeln und -prospekte verschiedener Unternehmen aus. Anschliessend gaben sich die Betrüger bei den Unternehmen als Mitarbeiter der Firma aus, die mit der Werbung auf den Tafeln und in den Prospekten beauftragt waren. Den Betroffenen wurde erklärt, dass sich der Vertrag versehentlich auf zwei bis drei Auflagen anstatt wie vereinbart auf nur eine Auflage erstrecke. Um diesen "Fehler" rückgängig zu machen, müsse der bestehende Vertrag von Seiten des Kunden schriftlich gekündigt werden. Anschliessend wurde ein Vordruck der Kündigung zugefaxt - tatsächlich aber war mit der Unterschrift ein neuer Auftrag an die Werbeagentur erteilt worden, der auch die Kontodaten enthielt.

Dann wurden von den Kundenkonten per Lastschriftverfahren je 300 bis 600 Euro abgebucht, häufig sogar mehrfach. Kunden, denen das betrügerische Vorgehen aufgefallen war und die deshalb nicht unterschreiben wollten, wurde mit rechtlichen Schritten gedroht. Die vertraglich vereinbarte Werbung erfolgte dann natürlich nicht.

Die Werbeagenturen waren bereits in den vergangenen Wochen vom Kölner Gewerbeaufsichtsamt und der Polizei geschlossen worden. Die beiden Geschäftsführer wurden festgenommen. Gegen einen der Männer bestand bereits ein Haftbefehl. (ddp)

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